Es geht voran mit dem Aktivpark

Multifunktionales Sportgelände um Beachfeld erweitert / Eisstockbahnen erneuert / Angebot an Sportler aller Generationen

Stück für Stück geht es voran im Aktivpark Lumdatal. Zeigte sich im Spätsommer vergangenen Jahres der Fußballplatz noch in voller Tristesse, so sind hier bereits die Tore abgebaut und es ist eine Freifläche entstanden. Gleich daneben gibt es jetzt ein Sandfeld für Beachhandball oder -volleyball. Das sei in Zusammenarbeit mit dem SV Daubringen entstanden, erzählen Erich Peter Hoepfner und Bernd Becker vom Präsidium des TV Mainzlar. Buchen kann den Platz jeder, der Lust hat. Einzige Bedingung: „Die Anlage sauber verlassen“. Zwei Eisstockbahnen wurden erneuert, dies alles in Eigenleistung. Immerhin ist die Mainzlarer Eisstockabteilung auch in der Bundesliga vertreten. Da sind optimale Trainings- und Wettbewerbsbedingungen von Nutzen. Für die nächste „Baustelle“ liegen schon große Stämme parat. „Die hat die Stadt geliefert.“ Entstehen soll ein Barfußpark. Weiterhin soll es Outdoor-Turngeräte – auch seniorengerechte – geben.

Es geht voran mit dem Aktivpark
Bernd Becker (l.) und Erich Peter Hoepfner sind zuversichtlich, dass dort, wo noch die großen Reifen liegen, in Kürze die Fläche für Sommer- und Wintergames fertig sein wird.

Projekt
Auf dem Gelände des Mainzlarer Sportplatzes entsteht zur Zeit ein multifunktionales Geländes für die unterschiedlichsten Sportarten, eben der Aktivpark Lumdatal. Und der Name verrät schon, dass er eben nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern Sportbegeisterten aus dem gesamten Lumdatal zur Verfügung stehen soll. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das der TV Mainzlar hier in Angriff genommen hat. Unterstützung finden Erich Peter Hoepfner, Stefan Naumann und die weiteren Verantwortlichen vom Sportverein bei der Stadt Staufenberg, genauer gesagt, den politischen Gremien, Bürgermeister Peter Gefeller und Bauamtsleiter Thomas Kreiling. Ein Blick zurück: Im September 2017 hatte der TV Mainzlar sein Konzept in der Staufenberger Stadtverordnetenversammlung präsentiert und konnte die Kommunalpolitiker für die Idee begeistern. Auf rund 600 000 Euro schätzte man die Gesamtkosten. 200 000 Euro kommen aus dem „Leader“-Programm, der Bewilligungsbescheid wurde im November vergangenen Jahres übergeben. Den Antrag hatte die Kommune stellen müssen, vom Rathaus werden auch die jeweils benötigten Mittel abgerufen. Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids erklärte Landrätin Anita Schneider, dass mit diesen Geldern auch ein Stück Europa in die Region hineinwirke. Die Stadt Staufenberg fördert das Projekt über drei Jahre mit je 30 000 Euro jährlich aus dem Sportstättenkonzept, der TV Mainzlar nimmt ein Darlehen über 50 000 Euro auf. Im Haushalt 2018 hatte die Stadt Staufenberg bereits 238 000 Euro eingestellt, im Haushalt 2019 stehen weitere 119 000 Euro. Sponsoren sind selbstverständlich nach wie vor willkommen. Becker zeigte sich zuversichtlich, dass die Fläche für die Sommer-/Wintergames schon Anfang August fertig sein wird. Diesen Bereich soll man – wie es der Name schon verrät – sowohl im Sommer als auch im Winter nutzen können. So könne man die Fläche in der kalten Jahreszeit fluten, um Schlittschuhlaufen zu ermöglichen. Voraussichtlich im Oktober sollen auch Eisstockmarkierungen erledigt sein. Ausgeschrieben werden noch in diesem Jahr die Arbeiten für den Freelethics Bereich gleich neben dem Eingang. „Und hoffentlich auch fertig“, ergänzt Bernd Becker die Erläuterungen Hoepfners. Der Bolzplatz soll bleiben, der werde gerne angenommen und gut genutzt. Schon vor einiger Zeit ist der Reit- und Fahrverein auf das Gelände am Sportplatz umgezogen.

Fotovoltaikanlage
Auf der Wunschliste steht noch die Sanierung des Duschbereichs, aber das ist noch Zukunftsmusik. Ab dem kommenden Jahr soll über eine neue Fotovoltaikanlage Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Aus den Erlösen – auch das haben sich die Verantwortlichen gut überlegt – könne man eventuell ein bis zwei 450-Euro-Kräfte einstellen, welche die Anlage in Ordnung halten. Die Fotovoltaikanlage muss der Verein selbst über ein Darlehen stemmen. Aber: „Die Anlage trägt sich selbst“, so Becker. Bernd Becker bringt sein berufliches Fachwissen als Diplom-Ingenieur ehrenamtlich ein und kümmert sich um die jeweiligen Ausschreibungen. Überhaupt spielt das Ehrenamt bei der Umsetzung eine große Rolle. Ganz viel wird in Eigenleistung erbracht. So wird am 27. Juli ein Zaun gestellt, hier packt auch der SV Daubringen mit an.

Es geht voran mit dem Aktivpark
Christian Grölz, Kurt Hillgärtner, Gudrun Müller-Mollenhauer, Rudolf Herzberger, Peter Gefeller, Holger Lehr, Anita Schneider und Elke Hochgesand (v.l.) bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids im November 2018.

Bericht & Bilder: von Debra Wisker

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